Facebook und Instagram bald kostenpflichtig?

Facebook und Instagram bald kostenpflichtig?

Quellenangabe: CHIP Online Redaktion

https://www.chip.de/news/kostenpflichtiges-facebook-und-instagram-im-anmarsch_183598353.html

Seit dem iOS-Update 14.5 müssen Apps die Erlaubnis der Nutzer einholen, bevor sie Aktivität zwischen Apps und Websites tracken dürfen. Facebook und Instagram sehen damit ihre Werbeeinnahmen in Gefahr und wollen ihre Nutzer dazu bringen, das Tracking weiterhin zu erlauben. Dabei wird sogar indirekt angedeutet, dass die Apps künftig nicht mehr kostenlos nutzbar sein könnten.

Wie “iMore” berichtet, scheinen die beiden Unternehmen nach Wegen zu suchen, wie sie die Nutzer dazu bringen können, das Tracking zu erlauben.

Facebook versucht die Nutzer zu beruhigen. Durch das Annehmen der Anfrage würde sich für den User nichts ändern und die App funktioniere wie bisher. Wer ablehne, werde trotzdem weiterhin Werbung sehen, nur eben nicht mehr personalisiert. Mit den gesammelten Daten könne Facebook eine bessere User Experience ermöglichen.

Facebook weist außerdem darauf hin, dass insbesondere kleine Unternehmen von personalisierter Werbung profitieren. Zusätzlich wird betont, dass vor allem die personalisierte Werbung die Kosten der App deckt und somit dafür sorgt, dass sie kostenlos zur Verfügung gestellt werden kann. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Unternehmen in Zukunft Nutzer, die das Tracking ablehnen, zur Kasse bitten könnten.

Facebook und Instagram: Verstoßen die Seiten gegen Apple-Regeln?

In den Hinweisen zum iOS-Update schreibt Facebook zwar nicht direkt, dass die Apps in Zukunft kostenpflichtig werden – stattdessen ist hier zu lesen, dass Nutzer mit der Zustimmung für das Werbetracking dabei helfen sollen, Instagram und Facebook auch künftig kostenfrei zu halten. Dies kann durchaus als eine indirekte Warnung verstanden werden.

Brisant ist dabei, dass Apple in seinen Regeln für den App Store klarstellt, dass keine Anreize geschaffen werden dürfen, die die Nutzer dazu bringen, sich tracken zu lassen. Ob Facebook und Instagram diese Regel brechen, ist nicht eindeutig zu sagen.

Ein offensives Werben mit Kostenfreiheit für Nutzer, die sich tracken lassen ist wohl nicht erlaubt. Es dürfte aber auf jeden Fall für Diskussionen sorgen.

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